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Beispiele für inklusive UX-Microcopy

Beispiele für inklusive UX-Microcopy

Inklusive UX-Microcopy macht digitale Produkte zugänglicher und benutzerfreundlicher für alle. Sie sorgt für klare, einfache Texte auf Buttons, Formularen oder Fehlermeldungen, die niemanden ausschließen.

Wichtige Vorteile

  • Reduziert kognitive Belastung durch klare Sprache.
  • Hilft allen Nutzern, z. B. bei Müdigkeit oder Sprachbarrieren.
  • Erhöht die Conversion-Rate: z. B. +34 % bei Breuninger.com.
  • Vermeidet unbewusste Vorurteile durch bewusste Formulierungen.

1. Fehlermeldungen und Validierung

Gut gestaltete Fehlermeldungen verzichten auf Fachjargon und vermeiden jegliche Schuldzuweisung. Statt etwa „falsches Datum eingegeben“ zu schreiben, wäre eine präzisere Formulierung wie „Das Abreisedatum muss nach dem Anreisedatum liegen“ deutlich hilfreicher.

„Eine empathische Fehlermeldung wird von Nutzer*innen als einfühlsam, höflich und respektvoll empfunden. Vermeide Schuldzuweisungen oder unangemessene Tonlagen.“

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Barrierefreiheit: Fehler sollten nicht ausschließlich durch Farben signalisiert werden. Zusätzliche Icons oder eindeutige Beschriftungen stellen sicher, dass auch Menschen mit Farbsehschwächen die Meldungen verstehen können.

2. Formularfelder und Eingabehilfen

Die zentrale Regel lautet: Labels dürfen niemals verschwinden. Placeholder-Texte, die beim Tippen verschwinden, erhöhen die kognitive Belastung und erschweren die Orientierung. Die beste Position für Labels ist oberhalb des Eingabefelds, was insbesondere auf mobilen Geräten eine gute Lesbarkeit gewährleistet.

Auch optionale Felder sollten klar gekennzeichnet sein. Statt lediglich Pflichtfelder mit einem Sternchen (✱) zu markieren, ist es sinnvoller, optionale Felder explizit mit „(optional)“ zu versehen.

3. Navigation und Orientierung

Eine inklusive Navigation stellt sicher, dass jeder Link auch ohne den umgebenden Kontext verständlich ist. Begriffe wie „Mehr“, „Hier klicken“ oder „Weiter“ sind oft zu vage. Stattdessen sollten Links das Ziel klar benennen, z. B. „Leistungen“, „Kontakt“ oder „Preise“.

„Wenn die Navigation ohne Maus, ohne Sehen und ohne Rätselraten funktioniert, ist sie meistens auch für alle anderen besser.“

4. Bestätigungs- und Erfolgsmeldungen

Bestätigungs- und Erfolgsmeldungen spielen eine zentrale Rolle für eine inklusive Nutzererfahrung. Sie bieten nicht nur Feedback darüber, dass eine Aktion abgeschlossen wurde, sondern geben auch klare Hinweise darauf, was als Nächstes geschieht.

Eine gute Erfolgsmeldung könnte beispielsweise lauten: „Erfolg! Ihre Bestellung wurde aufgegeben. Wir haben eine Bestätigung an Ihre E-Mail gesendet.“

Fazit

Inklusive UX-Microcopy ist weit mehr als nur ein Satz an Empfehlungen – sie ist ein entscheidendes Mittel, um digitale Produkte für alle zugänglich zu gestalten. Die Grundprinzipien sind eindeutig: Klarheit statt kompliziertem Fachjargon, Empathie statt distanzierter Ansprache und Transparenz statt versteckter Absichten.

Der Einstieg beginnt mit kleinen, aber wirkungsvollen Schritten: Schreiben Sie auf einem verständlichen Sprachniveau (etwa A2/B1), vermeiden Sie kulturspezifische Metaphern und platzieren Sie Hinweise vor den Eingabefeldern, nicht danach.

„Empathie ist das wichtigste Werkzeug, das wir als Texter, Designer, Lehrer und Menschen haben.“